T1

"Wiki + Weblog + ECollaboration einfach integriert im LMS"
Thomas Piendl, Marco Lehre, Thomas Korner
NET, ETH Zürich

Weblogs und Wikis waren in den vergangenen Monaten im Zuge der Social Software Euphorie in nahezu aller Munde. Erst in der Anfangsphase sind E-Collaboration-Werkzeuge (Webconferencing, Desktop- und Application-Sharing), was vor allem auf bisher fehlende Internetbandbreite zurückzuführen ist.

Dieses Tutorial geht in aller Kürze auf die Funktionsweisen und Einsatzmöglichkeiten dieser Werkzeuge aus technischer und didaktischer Sicht ein. Hauptsächlich soll über deren Integration in ein Learning Management System (LMS) und damit deren Einsatz im Kontext komplexer Lernszenarien diskutiert werden. Im neuen LMS WebCT CE 6 werden wir aktuelle Beispiele aus Lehre und Forschung zeigen und diskutieren. In einem Praxisteil probieren Sie die Werkzeuge aus und erarbeiten in Gruppen didaktisch sinnvolle Einsatzszenarien. Diese sind mit Einschränkungen auch auf andere LMS wie OLAT, Moodle oder ILIAS übertragbar.

Sie sollten über Erfahrungen im Unterricht mit webbasierten Lernumgebungen verfügen und werden gebeten, eine kontextbezogene Problemstellung aus Ihrem LMS-basierten Kurs einzubringen.

T2

"Individuelle und kooperative Textproduktion unter Einsatz von Wikis"
Jürgen Mangler, Sylvana Kroop, Universität Wien

Wie kann ein Text verständlich geschrieben werden? Die Frage bezieht sich nicht nur auf den individuellen, sondern immer häufiger auch auf den kooperativen Schreibprozess: Wie kann in einem Online-Team ein konsistenter verständlich geschriebener Text verfasst werden? Unter Einsatz von Wikis sollen in dem Tutorial am Computer zwei Blended Learning Szenarien durchgearbeitet werden; anschließend sollen persönliche Einsatzmöglichkeiten diskutiert werden.

Ziele:

  • Verständlichkeitskriterien kennen lernen und anwenden können (auf Basis des „Hamburger Verständlichkeitskonzepts“).
  • Anwendung eines Szenarios zur Verbesserung der individuellen Schreibkompetenz.
  • Anwendung eines Szenarios zur kooperativen Erstellung von Texten.

Voraussetzung:
Kenntnisse im Umgang mit Wikis sind wünschenswert.

Ergebnissicherung:
Quantitative und Qualitative Auswertung des Tutorials. Diskussion im Plenum. Schriftliche Bereitstellung der Ergebnisse.

T3

 

 

 

"Webbasierte Fallstudien für den Einsatz im begleiteten Selbststudium (eFBS)"
Arnold Wyrsch, Peter Fritzsche, Fachhochschule Nordwestschweiz

"eFBS" ist ein Projekt aus dem Förderprogramm "Swiss Virtual Campus" und schliesst an das Projekt "Finite Elemtente Transfer" an, das mit einem "European Academic Software Award 2004" ausgezeichnet wurde.

Das Projekt ist interdisziplinär angelegt. Es wurde ein Autoren Tool entwickelt, mit dem die Fallstudienmethode für den Einsatz im Netz aufgearbeitet werden kann. In verschiedenen Disziplinen (u.a. Pädagogik, Technik) wurden damit Fallstudien entwickelt, in denen komplexe Lerninhalte bearbeitet werden und die verschiedene Lösungsvarianten zu lassen. Die Studierenden integrieren bei der Lernarbeit Fachtheorien, entwickeln die Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit und werden zur Reflexion angeleitet. 

Der Workshop bietet Einblick in die Arbeit mit dem Autoren Tool, in die entwickelten Fallstudien und in Lernarbeit während der Fallstudien. Es werden Hilfsmittel vorgestellt mit denen die Theorieteile übersichtlich gestalt und effizient als Studienmaterial für die Fallstudien aufgearbeitet werden können.  Die Arbeitsmittel der Studierenden werden vorgestellt und es wird gezeigt, wie die Metareflexion in der Fallbearbeitung eingesetzt wird.

T4

"Entwicklung und Nutzung von nachhaltigen eLearning-Inhalten mit eLML (eLesson Markup Language)"
Susanne Bleisch, Joël Fisler, Universität Zürich

Das Tutorial ermöglicht den Teilnehmenden die XML-basierte Markup-Sprache eLML (eLesson Markup Language) kennen und für eigene eLearning-Projekte anwenden zu lernen. In den 3.5 Stunden, die zur Verfügung stehen, wird zuerst das Grundkonzept der Trennung des Inhalts einer Lektion vom Layout erläutert. Der wichtigste Teil des Tutorials bildet die theoretische und praktische Einführung in die Struktur und Funktionsweise von eLML. Dieser Teil ermöglicht den Teilnehmenden eLML den eigenen Bedürfnissen anzupassen und in verschiedenen Projekten einzusetzen. In begleiteten Kleingruppen bearbeiten die Teilnehmenden dann je nach Interesse verschiedene Aufträge. Diese Aufgaben beinhalten die Implementierung von Beispielinhalten aus verschiedenen bestehenden eLearning-Projekten in eLML. Zum Abschluss werden die Arbeiten im Plenum vorgestellt und diskutiert. Für das Tutorial sind XML-Kenntnisse von Vorteil aber nicht zwingend. eLML ist auf www.elml.ch frei verfügbar.

T5

"Das ELBA-Konzept: Mit einfachen Applikationen Dozierende für E-Learning gewinnen"
Katrin Lüthi, Andreas Reinhardt, NET, ETH Zürich

In diesem Tutorial lernen Sie die Applikationen des E-Learning-Baukastens der ETH Zürich kennen. Er enthält einfache, voneinander unabhängig einsetzbare Einzelapplikationen, welche durch geringen Aufwand einen didaktischen Mehrwert im Unterricht ermöglichen:

  • PmWiki
  • Phorum (Online-Diskussionforum)
  • HotPotatoes (Quiz-Applikation)
  • Plone (Homepage-Applikation)
  • VT Survey (elektronische Umfragen)
  • CmapTools (Concept Mapping-Applikation)
  • EVA (virtuelle Dokumentenablage)

Anhand eigener Übungen am Computer erleben Sie die Einfachheit dieser Applikationen und erfahren, wie sie mittels konkreter Einsatzszenarien didaktisch sinnvoll in den Unterricht integriert werden können. Anhand der Erfahrungen mit dem E-Learning-Baukasten an der ETH Zürich werden Möglichkeiten und Schwierigkeiten bei der Umsetzung des ELBA-Konzepts an Hochschulen thematisiert. Ziel ist es, den Teilnehmenden Ideen zu geben, wie sie das ELBA-Konzept an ihrer eigenen Hochschule umsetzen könnten.

Das Tutorial richtet sich in erster Linie an E-Learning-Beauftragte von Hochschulen und in zweiter Linie an Dozierende.

T6

"Mathematisches Modellieren mit BioSym & SIMOLIFE im Biologie Unterricht"
Kurt Hanselmann, Christoph Fuchs, Roman Kälin, Stefan Schafroth
Universität Zürich

Inhalte

  • Einführung ins systembiologische Modellieren anhand von Beispielen
  • Erstellen einfacher Modelle basierend auf Matlab / Simulink
  • Anwendung von BioSym & SIMOLIFE in Lehre und Forschung

Ziele

  • Wie mathematische Modelle zum Verständnis von biologischen Prozessen beitragen können
  • Systembiologische Inhalte als Teil von Biologie Curricula: Inhalte, didaktische Ansätze
  • Erfahrungsaustausch: Computer unterstützte Systembiologie in der Ausbildung
  • Praktizierte Einsätze von BioSym & SIMOLIFE im Biologieunterricht der Mittel- und der Hochschulstufe

Ablauf

  • Mathematisches Modellieren im Biologieunterricht: Inhalte und didaktische Umsetzung
  • Vorstellen von Modellierungen aus Studentenpraktika: Erfahrungen
  • Einführung in Matlab / Simulink
  • Demonstrationen mit begleitender Eigenaktivität am Computer anhand von Inhalten aus BioSym & SIMOLIFE
  • Erstellen von einfachen Modellen
  • Präsentation der selbst entwickelten Modelle und Diskussion der Arbeiten

Voraussetzungen

  • Vorstellungen über den möglichen Einsatz von mathematischen Modellen im Unterricht.

Ergebnisse

T7

"tEXtMACHINA: E-Learning für die Textwissenschaften"
Stefan Hofer, Imre Hofman, Deutsches Seminar, Universität Zürich

Die E-Learning-Plattform tEXtMACHINA ist auf die Kernprozesse geisteswissenschaftlicher Tätigkeit ausgerichtet und stellt hierfür die benötigte Infrastruktur sowie ein spezifisches Werkzeuginventar zur Verfügung. tEXtMACHINA ermöglicht derart einen praxisnahen und problembasierten Wissenserwerb durch die analytisch-interpretative Arbeit mit und an Texten oder Bildern und gestattet die virtuelle Simulation der Quasi-Öffentlichkeit einer 'interpretive community', die sich durch kommunikative, konstruktive und kooperative Wissensherstellung auszeichnet.

Inhalte

  • Die diskursive Struktur von tEXtMACHINA
  • Grundlegende Funktionen von tEXtMACHINA und ihr sinnvoller und effizienter Einsatz
  • Kollaboratives Arbeiten an und mit Texten / Bildern
  • Der Gebrauch der spezifischen Textmarkierungsfunktionen
  • Die Durchführung einer Lehrveranstaltung auf tEXtMACHINA
  • Beispiele konkreter Anwendungen im blended learning-Verfahren

Zielgruppe
Dozierende, die in ihren Lehrveranstaltungen mit den Studierenden intensiv mit und an Texten arbeiten und die ihre Lehrveranstaltungen mittels einer kollaborativen webbasierten Lernumgebung unterstützen wollen.

T8

 

 

 

 

 

"EduChallenge - Eine Simulation zur Gestaltung von Veränderungsprozessen in Hochschulen"
Ingrid Schönwald, Jasmina Hasanbegovic, Swiss Centre for Innovations in Learning,
CH-St. Gallen

Ziele
Die Teilnehmer reflektieren und diskutieren anhand eines erfahrungsbasierten Lernzugangs theoretisch fundierte Konzepte der Gestaltungsbedingungen und -variablen von Veränderungsprozessen an Hochschulen.

Inhalte
Die Workshopteilnehmer erhalten in der computerunterstützten Simulation EduChallenge die Gelegenheit, in einem Change Agent Team einen konkreten Veränderungsprozess an einer Hochschule zu gestalten. In der anschliessenden Debriefing-Phase wird die Simulations­erfahrung durch zentrale theoretische Konzepte bei der Strategiebildung, Analyse, Interventionen und Reflexion in einem phasenorientierten Veränderungsprozess reflektiert und vertieft. Den Abschluss bilden Transferüberlegungen der Teilnehmer auf den eigenen Organisationskontext.

T9

"Podcast für die Bildung (Profcast)"
Anette Stöber, Patrick Peters, MULTIMEDIAKONTOR HAMBURG GmbH, D-Hamburg

Vom Vorlesungsmitschnitt über Sprachkurse bis zum Uni-Magazin – das deutschsprachige Angebot an Hochschul-Podcasts ist noch überschaubar, birgt aber große Potentiale. Podcasting ist Radiohören für die iPod-Generation und nimmt auch im Hochschulbereich an Bedeutung zu.

Die Referenten sind Mitarbeiter des MMlab im Multimedia Kontor Hamburg – einer gemeinsamen Einrichtung der öffentlichen Hamburger Hochschulen, die Hochschullehrenden mit Hilfestellung im Einsatz von Multimedia in der Lehre zur Seite steht. Das MMlab organisiert Schulungen zum Thema Podcasting und bietet Hochschullehrenden eine Plattform zur Veröffentlichung.

Das Tutorial gibt einen kurzen Überblick über die deutschsprachige Podcasting Landschaft in der Hochschulwelt und wirft einen Blick auf das große Angebot US-amerikanischer Hochschulen. Im Hauptteil des Tutorials lernen die Teilnehmer/-innen die (geringen) technischen Voraussetzungen kennen, erstellen unter Anleitung selbst einen Podcast-Beitrag und veröffentlichen diesen auf einer Plattform im Internet.

T10

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

"Aktivieren statt instruieren – vom Lernstoff zur Aktivität"
Petra Kauer Ott, eLearning-Koordinatorin, Dipl. Geographin, Universität Zürich, CH-Zürich

In diesem Seminar werden Sie

  • einen Überblick über verschiedene Formen von Lernaktivitäten gewinnen
  • Lernmaterialien analysieren
  • Kriterienlisten zur Unterscheidung echter/unechter Aktivitäten sowie zur Qualitätsbeurteilung erarbeiten
  • eine Best Practice- und Ideen-Sammlung erstellen
  • Lernaktivitäten konzipieren

Das 3 ½-stündige Seminar gliedert sich in die folgenden Themenschwerpunkte:

  • eLearning ist langweilig!
  • Aktivitäten im konventionellen Präsenz-Unterricht und im eLearning
  • Aktivitäten und Pseudoaktivitäten
  • Die Rolle des didaktischen Designs beim Gestalten von Aktivitäten
  • Gestaltungsrichtlinien für Aktivitäten

Eine vorgängige Hausaufgabe (Beispielsammlung) bildet die Ausgangsbasis für die Gruppenarbeiten. Ergebnisse werden im Plenum vorgetragen, auf Flipcharts und in einem Wiki festgehalten.

Lehrerfahrung (speziell mit eLearning-Materialien) und Kenntnisse im Umgang mit Wikis sind für TeilnehmerInnen von Vorteil.

T11 "Hands-on OLAT (Online Learning And Training) – ein Learning Management System (LMS) in der Praxis"
Franziska Schneider, Marion Weber, Hans-Jörg Zuberbühler, Multimedia & E-Learning Services (MELS), Universität Zürich

Nach diesem Workshop können Sie

• ein LMS zur Unterstützung einer Lehrveranstaltung einsetzen
• mit OLAT E-Learning-Konzepte umsetzen
• eine Lehrveranstaltung in OLAT durchführen

Inhalte
• Worin unterscheiden sich Open source von closed source LMS?
• Praxiserfahrungen mit OLAT an der Universität Zürich (seit 1999): Euphorie - Ernüchterung - Alltag
• Best practice: Beispiele von erfolgreichen OLAT-Kursen
• Entwurf und Erstellung von OLAT-Kursen anhand konkreter Beispiele
• Kurssimulation (Teilnehmende agieren in verschiedenen Rollen)
• Erfahrungsaustausch und Diskussion

Der Workshop richtet sich an Personen, die bereits erste Erfahrungen mit E-Learning und LMS gemacht haben.

Bitte bringen Sie eigene Präsentationsstrukturen und Lerninhalte in den Workshop mit.

Besonderes
Sie können das LMS OLAT unter herunter laden, oder nach dem Workshop auf CD mitnehmen.

Last Update: 18.08.06, B. Lüthi

 

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