Abstract:
"Im Physikunterricht habe ich nie etwas verstanden, es war eine Quälerei", das berichten rückblickend selbst sehr kluge und erfolgreiche Leute, nicht zu reden von den durchschnittlich Begabten. Physik gilt als das unbeliebteste und schwierigste Schulfach.
Evaluationsstudien belegen in großer Zahl die Wirkungslosigkeit des Physikunterrichtes wenn es darum geht, Alltagsvorstellungen aufzugeben zu gunsten einer physikalischen Grundlegung des eigenen Wissens.
Der Physikunterricht befindet sich diesbezüglich in einer Krise. Der Grund dafür wird in der vorwiegend mathematisch ausgerichteten Auswahl und Abfolge der physikalischen Wissensgebiete gesehen. Zum Beispiel wird bei der Behandlung der Mechanik zunächst auf der Grundlage der Newtonschen Gesetze die Physik des Massepunktes behandelt, danach folgen die Bewegungen des starren Körpers. Elastisches Verhalten wird in aller Regel nur an ausgewählten Objekten (z.B. Federn) eingeführt. Dabei gibt es in der Natur nur elastische Körper. Massepunkte und starre Körper sind höchst abstrakte, dafür aber mathematisch relativ einfach zu beschreibende Konstrukte, die jedoch in dieser Form in der Realität nicht zu finden sind. Für andere Gebiete der Physik gilt entsprechendes.
Was mathematisch einfach zu beschreiben ist, muß physikalisch nicht einfach zu verstehen sein. Aus lerntheoretischer Sicht stellt ein solches Strukturierungsprinzip eine problematische Reduktion dar, die das Erkennen von Zusammenhängen behindert und demotivierend wirkt. Lerntheoretisch günstiger ist es, wenn sich aus alltagsnahen komplexen Fragestellungen heraus einzelne Spezialisierungen entfalten lassen.
Mittels neuer Medien ist eine solche grundlegend neue Strukturierung der Unterrichtsinhalte möglich mit der Aussicht auf einen verständlicheren und anschaulicheren Lernweg von der Alltagserfahrung hin zur Abstraktion.
Beispiele für die Entwicklung solcher Medien, die eine neue Strukturierung der Inhalte unterstützen, beziehen sich auf Themengebiete wie Mechanik, Grundbe-griffe des elektrischen Stromkreis, Wellenausbreitung u.a.
Dabei kommen vor allem interaktive Simulationen in Form von Applets sowie computergenerierte Animationen zum Einsatz, die innerhalb einer Lernplattform zusammen mit entsprechenden Texten und Interaktionsmöglichkeiten angeboten werden.
Über den Stand der Entwicklungs- und Erprobungsarbeit wird berichtet.
Literatur: http://www.astrophysik.uni-kiel.de/~hhaertel
E-Learning-Services -
Entwicklung einer Methode für die Unterstützung der Auswahlentscheidung
vom Brocke Jan, Albrecht Nico, Buddendick Christian, Leonardo Campus, D-48149 Münster
Abstract:
Bisherige Ansätze zur Auswahl geeigneter Anwendungssysteme zur Unterstützung des Einsatzes von E-Learning an Hochschulen bewerten bestehende Systeme anhand eines statischen Kriterienkataloges. Diese sind dahingehend zu ergänzen, dass individuelle Kontextfaktoren und Gestaltungswünsche der Lehrenden berücksichtigt werden. Dazu wird eine Methode zur Entscheidungsunterstützung bei der Auswahl von Informationssystemen für die Lehre vorgestellt. Ein weiteres Merkmal der Methode ist die Berücksichtigung auch nicht-automatisierter Services, die durch die Lehrenden selbst oder durch dafür eingerichtete Serviceeinheiten zu leisten sind. In einem ersten Schritt werden die spezifischen Vorstellungen und Rahmenbedingungen systematisch erfasst. Darauf aufbauend werden durch die Methode Prozesse identifiziert, die zur Durchführung des beschriebenen Szenarios notwendig sind. Anschließend werden für jede relevante Kombination aus Kontextfaktoren und Prozessen nicht-automatisiert oder automatisiert durchzuführende Serviceanforderungen spezifiziert, die durch ein Informationssystem zu leisten sind. Die Anwender erhalten zwei auf ihre individuelle Situation abgestimmte Ergebnisse. Zum einen werden in einer Liste die nicht-automatisiert durchzuführenden Services dargestellt, z. B. die Recherche von Materialien oder die Raumbuchung. Zum anderen werden Anwendungssysteme aufgelistet, die automatisiert zu leistende Services, z. B. das Versenden eines Newsletters oder die online-Bereitstellung von Materialien, unterstützen. Dabei kann die Empfehlung aus einzelnen Anwendungssystemen oder aus einer Kombination von mehreren bestehen. Anhand dieses umfassenden Ansatzes ist es möglich, Lehrenden die individualisierte Auswahl eines Informationssystems zu erleichtern.
BEPI - nternet course in Basic Epidemiology for Medical Students and Public Health Training
Meier
Christiane, Universität Basel, CH-4051 Basel
Abstract:
BEPI - Basic EPIdemiology - ist ein internetbasierter Lehrgang in Epidemiologie für Medizinstudierende und Personen in der Public Health Weiterbildung. Der Lehrgang wird vom Swiss Virtual Campus und von deutsch- sowie französischsprachigen Universitäten der Schweiz unterstützt, die Leitung liegt beim Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Basel.
Der Lehrgang soll einem breiten Publikum zur Verfügung stehen, deshalb muss er in unterschiedlicher Form einsetzbar und nicht an einen definierten Unterricht gebunden sein. Auch wenn der Kurs als abgeschlossene Einheit individuell bearbeitet werden kann, bleibt der Einsatz in Form von „blended Learning“ sinnvoll.
BEPI bietet die Möglichkeit, das Grundwissen der Epidemiologie auf spielerische Art zu erlernen. Anhand von bevölkerungsbezogenen und klinischen Beispielen werden epidemiologisches Denken vermittelt sowie zugängliche (nationale) Datenquellen bekannt gemacht und ihre Anwendung beispielhaft geübt. Dadurch wird auch das Verständnis für die Einsatzgebiete unterschiedlicher Studientypen in der Medizin sowie im Public Health Bereich gefördert.
Der Lehrgang enthält unter anderem Fallbeispiele, welche mit einem realistischen Szenario in das Thema einführen, kürzere Übungen womit die Materie gefestigt werden kann und schliesslich Überprüfung zur Examensvorbereitung.
Abbildung: BEPI |
![]() |
Jedes BEPI-Kapitel bildet eine abgeschlossene Einheit, wobei jeweils das Wissen der vorangehenden Kapitel vorausgesetzt wird. Dieser kann anhand der Merksätze oder Lernziele aufgefrischt werden. Als Skript dient das neu geschriebene Lehrbuch-Kapitel „Epidemiologie“.
Der Lehrgang soll Ende 2006 pilotiert werden. Nach der Implementierung ist eine regelmässige Verbesserung auf Grund des eingebauten Evaluationsbogens durchzuführen.
„Public Health / Sozial- und Präventivmedizin“ von Gutzwiller F. & Paccaud F., 3. Auflage, in Bearbeitung.
Die Ergebnisse der Recherche weisen darauf hin, dass das Gros der deutschen Hochschulen bislang nicht erkannt hat, dass E-Teaching ein Trumpf ist, den es auszuspielen gilt. Nur rund 13% der Hochschulen weisen ihre E-Teaching- und E-Learning-Aktivitäten öffentlichkeitswirksam aus. Das Potenzial und die Öffentlichkeitswirksamkeit, die das Thema nach wie vor genießt und der Profilbildung dienen könnte, wird von den Hochschulleitungen nicht offensiv genutzt.
Communities und Arbeitsgruppen liefern einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung von Kommunikation, Transparenz und Synergie in Organisationen. In der Studie konnten jedoch nur an 5% der Hochschulen Arbeitsgruppen zu E-Teaching und E-Learning identifiziert werden.
Ferner stellte sich heraus, dass sich verschiedene Organisationsformen für einschlägige Supportangebote herausbilden. An 13% der Hochschulen sind bereits E-Learning-Kompetenzzentren zu finden, von denen 84% E-Learning-Beratungen und -Schulungen auf ihrer Website anbieten. Sind die Angebote auf verschiedene Einrichtungen wie Rechen- und Medienzentren verstreut und nicht aufeinander abgestimmt, leidet die Transparenz des Angebots.
Problematisch für die Zugänglichkeit von Dienstleistungen ist weiterhin, wenn sich die Informationsangebote der Hochschulen an der Organisationsstruktur orientieren – insbesondere in der gegenwärtigen Situation, in der sich viele Hochschulen in Reorganisation befinden. Bei den Hochschulangehörigen führt dies zu Schwierigkeiten, die Aufgabengebiete der unterschiedlichen Organisationseinheiten zu durchschauen, die für E-Teaching verantwortlich zeichnen.
Ebenso schwierig ist es, Informationen über bereits an der Hochschule realisierte Projekte zu bekommen. Entsprechende Listen unterhalten nur knapp 14% der Hochschulen in ihrer Webpräsenz. Hinweise auf einen hochschulinternen E-Learning-Award konnten nur in vier Fällen anhand der Website identifiziert werden.
Um die Nachhaltigkeit von E-Learning und E-Teaching an der Hochschule zu erreichen, gilt es interne und externe Transparenz herzustellen. Zu diesem Ziel können themenbezogene Bildungsportale wie www.e-teaching.org und Communities wie MERLOT (www.merlot.org) Entscheidendes beitragen.
Gaiser, Haug, Rinn & Wedekind. Transparenz durch Webpräsenz – E-Teaching Angebote deutscher Hochschulen. Zeitschrift für Hochschulentwicklung (in Vorbereitung).
(vgl. http://www.elc.unizh.ch/einstieg-projektinteressierte/EL_Strategie.pdf).
Die ELK (http://www.phil.unizh.ch/elearning) verfügt über 300 Stellenprozente, die sich gleichmässig auf 6 Personen mit Kompetenzen in den Bereichen Didaktik, Evaluation, Technik, Content Management, Philologische Datenverarbeitung und Projektmanagement verteilen. Sie ist erste Anlaufstelle für alle Fragen im Bereich E-Learning für die Philosophische Fakultät (11'180 Studierende und 750 Lehrende in 32 Instituten/Seminaren und 7 Kompetenzzentren).
Um ihr weit gespanntes Aufgabengebiet effizient zu bearbeiten, nutzt die ELK vor allem zwei Aspekte: Die Vielfalt der Kompetenzen der Teammitglieder bei der Konzeption von E-Learning-Projekten sowie die erfolgreiche Vernetzung der Fakultätsangehörigen und der Mitglieder im E-Learning-Netzwerk bei der Umsetzung von E-Learning-Projekten. Dabei sensibilisiert und nutzt die ELK universitäre Strukturen, die bereits vor dem E-Learning-Zeitalter existierten, für die E-Learning-Bedürfnisse und verknüpft sie mit den E-Learning-spezifischen Strukturen. Regelmässig durchgeführte Supportstellen-Roundtables ermöglichen direkte Kontakte der Mitarbeitenden der einzelnen Stellen. Die Teilnehmer des Roundtables sind sich bei der alltäglichen Arbeit der Netzwerkmitglieder bewusst: Bedürfnisse werden berücksichtigt, Informationen direkt auf dem „kleinen Dienstweg“ ausgetauscht. Grössere Projekte werden mit allen potenziell Beteiligten besprochen. Aus Sicht der Kunden werden die Aktivitäten der Supportstellen dadurch optimal koordiniert, und ihre Bedürfnisse können effizient und auf qualitativ hochstehende Weise befriedigt werden.
Im Zentrum der computergestützten Leistungskontrolle steht eine Datenbank-basierte Webapplikation, in der sowohl ein grosser Pool anwendungsorientierter Prüfungsfragen, als auch die Resultate der Studierenden abgelegt werden. Nebst ökonomischen Vorteilen bietet ein solches System Daten über die Qualität der Prüfung selbst, als eine wertvolle Ergänzung zur Qualitätskontrolle des Unterrichts. Diese Datenbasis dient einer detaillierten qualitativen und quantitativen Auswertung der gesamten Prüfung inklusive der einzelnen Prüfungsfragen.
Die Evaluation hat ergeben, dass Studierende Online-Assessments begrüssen, obwohl sie im Vorfeld eher skeptisch eingestellt waren. Es hat sich ebenfalls gezeigt, dass die Voraussetzung für die Akzeptanz und das Funktionieren einer Assessment-Umgebung einer guten Abstimmung von Unterricht und Assessment bedarf. Dies wird durch eine konsequente Anwendungsorientierung optimal unterstützt.
In weiterführenden Arbeiten werden wir mit diesem System eine kontrollierbare Umgebung schaffen, die individualisierte Assessments ermöglicht.
Abstract:
ePortfolios als Innovation tauchten vor zehn Jahren erstmals auf und halten nun auch Einzug in den europäischen Bildungsraum. Gemeint ist die Sammlung von Lernprodukten inklusive Reflexion des Lernprozesses und der Lernzielerreichung für unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten wie Developmental Portfolios, Assessment Portfolios, Showcase Portfolios und Hybrid Portfolios.
Das Thema ePortfolio hat sich zu einem wahren Boom entwickelt, sodass sich mancher kritisch fragt „What’s behind the hype?“ Das mag daran liegen, dass die Forschung zum Thema ePortfolio deutlich hinter der Einführung und Anwendung zurück bleibt.
Die Community ist sich aber einig über grundlegende Erkenntnisse. Die Gestaltung eines ePortfolios hat Einfluss auf die persönliche und berufliche Entwicklung der Lernenden, bietet ihnen die Möglichkeit eine Vielfalt an Kompetenzen zu zeigen und mehr Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen. Den Lehrenden vermitteln sie ein ganzheitliches Bild der Lernenden im Hinblick auf Lernprozess und Lernzielerreichung.
Der Mehrwert von ePortfolios stellt sich nicht von selbst ein. Die Art und Weise, wie ePortfolios eingeführt werden, scheint auf die Qualität Einfluss zu haben. ePortfolios werden an Hochschulen auf unterschiedlichen Ebenen eingeführt: hochschulweit, fachbereichsweit, innerhalb einer Veranstaltung. Dabei werden die Lernenden hauptsächlich im technischen Bereich durch Workshops, Tutorials und FAQs unterstützt. Die persönliche Betreuung besonders im Bereich Reflexion des Lernprozesses kommt meist zu kurz.
Für die erfolgreiche Einführung von ePortfolios sind wichtig: das Ziel, das mit der Erstellung erreicht werden soll; die Aufgabenstellungen inklusive der Reflexion dazu; die Dokumentation des Lernfortschritts; das Werkzeug für die Erstellung; Vorbilder, die bereits erfolgreich mit ePortfolios arbeiten.
Literatur:
Barett, H.: White Paper – Researching electronic portfolios and learner engagement: http://www.taskstream.com/reflect/whitepaper.pdf
Carney, J.: An annotated bibliography of empirical electronic portfolio literature: http://it.wce.wwu.edu/carney/Presentations/AERA04/annotatedbib.pdf
Qualitätssicherung des universitätsweiten Einsatzes von eLearning an der Technischen Universität München
– Entwicklung eines übergreifenden Evaluationskonzepts im Rahmen des Projekts elecTUM –
Baume Matthias, Leimer Stephanie, Müller Angelika, Rathmayer Sabine, Krcmar Helmut
Abstract:
Die Notwendigkeit von Qualitätssicherung im Bereich innovativer universitärer Lehr-/Lernszenarien ist in der Praxis unbestritten. An der TU München wurde daher im Rahmen des Projektes elecTUM ein Konzept zur Qualitätssicherung des Einsatzes von eLearning entwickelt, das gezielt den Mehrwert von eLearning für die Lehre herausarbeitet und dadurch die Nachhaltigkeit von eLearning unterstützen soll.
Aufgrund des Mangels an passenden Evaluationskonzepten, wurde auf Basis des Evaluationsmodells von Koppenhöfer, Böhmann & Krcmar (1999) sowie des Phasenmodells der Qualitätssicherung von Reinmann-Rothmeier, Mandl & Prenzel (1994) ein eigenes Konzept entwickelt.
Das Konzept umfasst drei Phasen: Planungsphase, formative Evaluation, summative Evaluation. Im Zentrum steht die formative Evaluation. Diese ist gekennzeichnet durch mehrere Evaluationszyklen, die einzelne Unterphasen umfassen. Die Unterphasen unterscheiden sich wiederum hinsichtlich der Betrachtungsschwerpunkte.
In der Untersuchungsphase t1 liegt der Fokus auf der Erfassung der Organisation der Lehre an der TUM sowie der technischen Infrastruktur. Unterphase t2 beschäftigt sich mit der didaktischen, organisatorischen und technischen Gestaltung der Lehrveranstaltungen. In Unterphase t3 werden Veranstaltungstermine einzelner Lehrveranstaltungen exemplarisch herausgegriffen und hinsichtlich ihrer didaktischen und organisatorischen Struktur analysiert. Auf Basis dieser Ergebnisse werden Verbesserungsvorschläge formuliert. In t4 werden die Effekte der bis dahin umgesetzen Änderungen betrachtet. Im Falle positiver Ergebnisse, werden hieraus Best Practices abgeleitet und veröffentlicht.
Ein detailiertes Arbeitspapier zur Evaluation findet sich auf den Projektseiten www.tum.de/electum.
BookLink - Die Verbindung von Lehrbuch und Lernumgebung
Brehm Carsten, Neundorf Volker, Yakimchuk Vera, Seidel Heinz-Uhlrich, TU-Ilmenau, D-89684 Ilmenau
Abstract:
BookLink stellt eine Schnittstellenapplikation zwischen einem Buch und der webbasierten Schnittstelle BookWeb dar. Die Schnittstelle ermöglicht die in Büchern in Form von Zifferncodes befindlichen Hinweise (Abbildung 1) mit einem Stiftscanner einzulesen und relevante Lernobjekte am Bildschirm anzuzeigen. Es können auch Sachwörter aus dem Fließtext eingescannt und vorhandene relevante Lernobjekte der Lernumgebung ermittelt werden. Die Möglichkeit einer manuellen Eingabe auf der Internetseite der Lernumgebung ermöglicht das Lernen bei fehlender Hardware.
| Abbildung 1. BookLink in dem Buch „Allgemeine Elektrotechnik“ | ![]() |
Es lassen sich mehrere Einsatzszenarien direkt umsetzen. An der TU Ilmenau kann ein Dozent der Grundlagen der Elektrotechnik sowohl in der Vorlesung, als auch im Seminar bei Bedarf bestimmte Lernobjekte schnell und umkompliziert aufrufen. Im vorlesungsbegleitenden Skriptum können Hinweise auf relevante Lernobjekte platziert werden, die eine multimediale Vor- und Nachbereitung der Vorlesung ermöglichen. Die Anwendung des Stiftscanners für die Stichwortsuche über eine webbasierte Lernumgebung ist auch auf andere Bücher übertragbar.
Als eine zukünftige Erweiterung dieser Anwendung ist die Ausgabe auf mobile Endgeräte wie z.B. PDAs zu sehen. Weitere Überlegungen für den Ersatz des Stiftscanners führen zum Einsatz von Webcams und Fotohandys. Webcams und Fotohandy haben gegenüber Stiftscannern den Vorteil einer größeren Verbreitung.
Kombiniertes Lernen mit Buch und mit Lernmedien wird in Zukunft innerhalb des Selbststudiums von Studenten an Bedeutung gewinnen. Dabei ist die digitalisierte Form des Aufrufs von Lernmedien die geeignete technische Lösung dieses Konzept zu realisieren.
Abstract:
Für Schulungs- und Beratungsmaßnahmen im Hochschulbereich kann ein permanent verfügbares Online-Supportangebot wie das Qualifizierungsportal e-teaching.org sowohl für die Beratenden als auch die Klienten Unterstützung bieten. Eine Integration des Portals e-teaching.org in Qualifizierungsmaßnahmen erfordert Entscheidungen auf drei Gestaltungsdimensionen:
(1) Virtualisierungsgrad: (a) Anreicherungskonzept: Das Portal wird im Rahmen von Präsenzberatung und -schulung eingesetzt. (b) Hybrides Konzept: Präsenzmaßnahmen und Online-Arbeit mit dem Portal sind gleichberechtigt und beziehen sich wechselseitig aufeinander. (c) Virtuelles Konzept: Das Portal wird im Rahmen von rein virtuellen Qualifizierungen eingesetzt.
(2) Zeitstruktur: (a) Vorbereitend: Die Portalinhalte dienen zur individuellen Vorbereitung von Präsenzmaßnahmen. (b) Nachbereitend: Die Gesprächszeit kann effizient genutzt werden, indem im persönlichen Gespräch lediglich später durch den Klienten selbst zu vertiefende und ergänzende Überblicksinformationen gegeben und Ideen entwickelt werden. (c) Iterativ/parallel: Bei längeren Beratungszyklen wird das Portal iterativ zur selbständigen Vor- und Nachbereitung genutzt.
(3) Inhaltsstruktur: (a) Identisch/vertiefend: Die Inhalte der Qualifizierungsmaßnahme und die genutzten Portalinhalte sind weitgehend identisch. Das Portal dient der Festigung. (b) Erweitert bzw. komplementär: Die Klienten, können mit Hilfe des Portals ihren Wissenshorizont erweitern oder nicht besprochene Themen erarbeiten. (c) Lokalisierte Inhalte: „Partnerhochschulen“ von e-teaching.org haben können die Portalinhalte um standortspezifische Informationen ergänzen.
Aus dem Portaleinsatz kann für den Berater eine Entlastung bei der Wissensvermittlung ergeben; er kann seine in Präsenzgesprächen oft knappen Ressourcen gezielter einsetzen. Vorteile für die Klienten ergeben sich durch die permanente Verfügbarkeit von Grundlageninformationen, Lösungen für Standardprobleme sowie zahlreiche Anwendungsbeispiele. Dabei darf sich der Klienten nicht abgeschoben fühlen, sondern ein Ansprechpartner für individuelle Rückfragen bereit stehen. Ein ergänzender Portaleinsatz erfordert mitunter eine Modifikation der Beratungs- und Qualifizierungskultur: Berater haben neben der inhaltsvermittelnden Rolle und ihrer Funktion als Coach nun zusätzlich eine „Brokerfunktion“ zwischen den Inhalten des Portals und der Berufspraxis der Lehrenden inne.
vgl. Rinn & Bett (2005). Blended Conceptions. (Online: http://www.e-teaching.org/projekt/nachhaltigkeit/institution/beratung/Rinn_Bett_2005.pdf)
vgl. Rinn & Bett (2005). Blended Conceptions.
(Online: http://www.e-teaching.org/projekt/nachhaltigkeit/institution/beratung/Rinn_Bett_2005.pdf)
Ein Internet-gestütztes Experiment im Ökonomie-Unterricht
Wieser Simon, KOF Konjunkturforschungsstell, Weinbergstrasse 35, CH-8092 Zürich
Abstract:
Alle Studierenden, die zum ersten Mal in einem Einführungskurs in die Volkswirtschaftslehre sitzen, haben schon einmal davon gehört, dass Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen und verfügen über gewisse Vorstellungen darüber, was ein „richtiger“ oder „gerechter“ Preis ist. Um an diese Vorstellungen anzuknüpfen und sie in Frage zu stellen, werden die Studierenden aufgefordert, einen Internet-gestützten Fragebogen auszufüllen.
Der Fragebogen besteht aus sechs einfachen Fragen. In der ersten Frage muss die maximale Zahlungsbereitschaft für ein kurz beschriebenes Gut angegeben werden, etwa für einen grossen Plasma-TV. In der zweiten Frage wird die Situation umgedreht: Der Studierende muss angeben, unter welchem Preis er das Gut nicht verkaufen würde, wenn er Besitzer des Gutes wäre. Die restlichen Fragen sind ähnlich aufgebaut, betreffen aber eine 1-Zimmerwohnung und drei Varianten dieser Wohnung.
Die Diskussion der Antworten und die damit verbundene Einführung von einigen grundlegenden ökonomischen Fragen und Begriffen nimmt eine gesamte Vorlesung in Anspruch. Eine erste Folie zeigt die Antworten der gesamten Klasse auf die ersten zwei Fragen. Hier werden die maximalen Zahlungsbereitschaften von zwei Studierenden ausgewählt und deren Bestimmungsgründe diskutiert. Dies ermöglicht den grundlegenden ökonomische Begriff des individuellen Nutzens und dessen Mass in Geldeinheiten einzuführen.
Im nächsten Schritt wird ein Markt konstruiert, indem die Hälfte der Antwortenden das Gut geschenkt bekommt, also zu potentiellen Verkäufern wird. Diese Verkäufer werden aufgrund ihrer Mindestpreise im Angebot identifiziert. Die andere Hälfte der Antwortenden wird zu potentiellen Käufern erklärt. Diese Situation ermöglicht die Diskussion einiger zentrale Fragen der Ökonomie: Wer kauft? Wer verkauft? Zu welchem Preis? Wer legt den Preis fest? Wer gewinnt beim Handel? Wer kann mit wem handeln?
Ein Integrationsansatz für die Informationsinfrastruktur der TU Clausthal
Mittermair Gudrun, TU Clausthal, D-38678 Clausthal-Zellerfeld
Abstract:
An der TU Clausthal gibt es Bestrebungen, E-Learning als festen Bestandteil in die Hochschullehre zu integrieren. Zusätzlich kommen mit dem Bologna-Prozess umfangreiche Veränderungen auf die Hochschule zu, die sich nicht nur auf die einzelnen Studiengangsstrukturen und -inhalte auswirken.
Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien leistet einen wertvollen Beitrag zur Bewältigung dieser Situation. Eine computergestützte Lehr- und Studienumgebung zur Schaffung von automatisierten, effizienten Arbeitsabläufen dient der effektiven Unterstützung von Studierenden, Lehrpersonal und Administratoren und ermöglicht Dienste, die ohne technologische Unterstützung nicht möglich wären.
Gegenwärtig werden an der Hochschule eine Reihe unterschiedlicher Anwendungssysteme verwendet, wobei kommerzielle Produkte, OpenSource-Lösungen und Eigenentwicklungen zum Einsatz kommen. Die derzeitige Situation ist gekennzeichnet durch Medienbrüche, Inkonsistenzen und funktionale Überschneidungen zwischen einzelnen Systemen. Der Einsatz von Neuen Medien ist vor allem in der Anfangsphase für Studierende, Lehrende und Administratoren mit einem erhöhten Aufwand verbunden. Zu erwartende Vorteile wie Unabhängigkeit von Zeit und Ort, neue Kooperations- und Interaktionsformen und Effizienzgewinne bei studienorganisatorischen Prozessen können dann in den Hintergrund geraten.
Um das Potenzial eines „e“-Campus ausschöpfen zu können, ist eine Integration auf strategischer, organisatorischer und technischer Ebene notwendig. Das Ziel des Integrationskonzeptes ist ein personalisiertes Hochschulportal, das dem Nutzer den Zugriff auf verschiedene Dienste unter einheitlicher Oberfläche mit einmaliger Authentifizierung ermöglicht. Die Komplexität der Prozesse und zum Teil sehr spezielle Anforderungen der Hochschule, begründen den Bedarf einer ausgereiften Campusmanagement-Strategie als Grundlage für eine nachhaltige Umsetzung.
Einsatz verschiedener Kommunikationsmittel in standortübergreifenden Arbeitsgruppen im Rahmen eines virtuellen Seminars: Einfluss der Nutzung von Videokonferenzen auf die Veranstaltungsbeurteilung
Schulze Leonore A., Ollermann Frank, Hamborg Kai-Christoph, Gruber Clemens, Universität Osnabrück, D-49069 Osnabrück
Abstract:
In einer Fallstudie wurde der Einsatz standortübergreifender Kooperation mittels unterschiedlicher Kommunikationsmedien in einem virtuellen Seminar untersucht. Studenten/-innen aus vier Universitäten hatten die Möglichkeit. in ihren Arbeitsgruppen per E-Mail, Chat, Forum, Audiokonferenz und Videokonferenz zu kommunizieren. 68 von 89 Teilnehmer/-innen des Seminars füllten am Ende des Semesters einen Online-Fragebogen zur Lehrevaluation aus, in dem u.a. die Nutzung der Kommunikationsmittel erfasst und die verschiedenen Medien bewertet wurden.
Von den verwendeten Medien wurde der Umgang mit E-Mail und Videokonferenzen am besten bewertet, das Forum schnitt am schlechtesten ab. Es zeigte sich weiter, dass für die Gruppenarbeit E-Mail, Chat und Videokonferenzen am häufigsten als Hauptkommunikationsmittel eingesetzt wurden. Fremdsprachige Seminarteilnehmer/-innen bewerteten allerdings Videokonferenzen signifikant schlechter (d=0.86) und setzten in ihren Arbeitsgruppen vermehrt andere Kommunikationsmittel wie Chat (d=0.75) und Forum (d=0.76) ein. Die Nutzung von Videokonferenzen als Hauptkommunikationsmittel wiederum beeinflusste sowohl die Einschätzung der Zusammenarbeit in der Gruppe positiv (d=0.84) wie auch die Zufriedenheit mit dem Gruppenergebnis (d=0.63). Die Nutzung von Videokonferenzen als Hauptkommunikationsmittel beeinflusste zudem die Gesamtbewertung des Seminars positiv (d=0.60) und war dafür, neben der Betreuung durch den Dozenten der wichtigste Prädiktor.
Auf Grund der Befunde der Fallstudie wird empfohlen, Arbeitsgruppen in virtuellen Seminaren, neben alternativen Kommunikationsmitteln, Videokonferenztechnik zur Verfügung zu stellen.
Transferleistung bei E-Learning in der Lehrerbildung
Jäger Hans Dietmar, Informatik, Universität München, D-80538 München
Abstract:
Dieses Forschungsprojekt (in Planung) fokussiert auf den Einsatz und die Nutzung von Neuen Medien (E-Learning) im Lernprozess der Studierenden in der Lehramtsausbildung und im später folgenden Lehrprozess in der Schülerbildung.
Hintergrund: Wenn man neben den traditionellen Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen als vierte Kulturtechnik den Umgang mit Computer, Internet und Software begreift, muss man ein ausreichendes Maß an Medienkompetenz sicherstellen. Dies ist zuvorderst Aufgabe der allgemeinen Schulbildung. Um Neue Medien sinnvoll im Lehr-/Lernprozess einsetzen zu können, müssen Lehrende um deren Ziele und Möglichkeiten wissen. Verknüpft mit dem Wissen, dass Lernen immer auch ein sozialer und vor allem kommunikativer Prozess ist, erscheint ein traditionelles Lehr-/Lernkonzept mit einer Anreicherung durch Medien zum Arbeiten und Kommunizieren als sinnvoll.
Lernprozess des Lehramtsstudierenden/ Lehrers in der universitären Aus-/Weiterbildung |
Transfer |
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Einsatz und Nutzung von E-Learning |
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Einsatz und Nutzung von E-Learning |
Lehrprozess des Lehrers in der Schule |
In E?]Learning?]Szenarien, die als KAS die Fähigkeit zur Selbstorganisation haben, ist eine deterministische Steuerung und eine detaillierte Konstruktion unmöglich. An Stelle dieser ist bei der Gestaltung eine Förderung der Selbstorganisation notwendig, wie sie z.B. in konstruktivistischen Lerndesigns erfolgt. Problematisch ist dabei allerdings, dass E?]Learning?]Anwendungssysteme als technische Teilsysteme nicht über die Fähigkeit zur Selbstorganisation verfügen, sondern komplett „fremd“ konstruiert werden.
Um dennoch E?]Learning?]Systeme zu gestalten, in denen sowohl unterschiedliche Präferenzen als auch Kontextfaktoren berücksichtigt werden, können nach dem Prinzip hybrider Konstruktionen Mehrkanal-Lernstrategien verfolgt werden. Hierbei wird eine Vielzahl an Lernalternativen geschaffen, mit denen Lerner entsprechend ihren individuellen Präferenzen ihre individuellen Lernprozesse situativ selbst organisieren können. Zur Implementierung von Mehrkanalstrategien im E?]Learning können die am ERCIS die OpenSource?]Plattformen Freestyle Learning, OpenUSS und HERBIE verwendet werden. Diese Systeme können entsprechend dem Gestaltungsprinzip hybrider Konstruktionen in einem serviceorientierten Ansatz kombiniert werden.
Abstract:
Eine ICT Strategie wissensvermittelnder Organisationen sollte dem weiten Fokus der Wissensvermittlung Rechnung tragen und durch strategische Zielsetzungen verhindern, dass geschlossene Insellösungen entstehen. Im Rahmen geeigneter strategischer und technischer Rahmenbedingungen können heutzutage basierend auf existierenden Technologien Tools entwickelt werden, die sich durch ihr modulares und offenes Konzept optimal im sich ständig ändernden ICT Umfeld einer Hochschule einsetzen lassen.
Erstaunlich viele Systeme zur Wissensverwaltung, und damit auch zum strukturierten Umgang mit der Welt der Medien, sind als geschlossene Systeme konzipiert. Im Gegensatz dazu ist das Modell des Web das eines offenen Systems, und Mashups sind ein wichtiger neuer Trend im Bereich der Web-Anwendungen. Die Idee von Mashups ist, einfache und einfach wiederverwendbare Komponenten zu erzeugen. Selbst wenn es bei der Zielstellung eines Designs einer ICT Komponente um eine komplexe Aufgabenstellung geht, kann sich die Lösung der Aufgabenstellung an der Idee von Mashups orientieren. Dabei werden verschiedene kleine kooperierende Komponenten modelliert, die zusammen die gestellte Aufgabenstellung lösen, aber ebenso einzeln und in anderen Kontexten nutzbar sind.
Mashups sind ein Trend, der zeigt, wie eine Landschaft von entsprechend gestalteten ICT Komponenten dazu führen kann, dass Dienste und Daten in einer Weise wiederverwendet werden, die bei ihrem Design nicht vorhergesehen wurde. Dies ist ein grundlegender Unterschied gegenüber geschlossenen Systemen, die isoliert in sich existieren, und deren Interaktion mit anderen Komponenten auf ein Minimum reduziert ist. Um eine solche Modellierung zu erreichen, sind klare Zielsetzungen und Leitlinien einer ICT Strategie notwendig, die bis hin zu verwendeten Technologien und Plattformen Regeln aufstellt, die der Wiederverwendung dienen. Existiert eine solche Strategie nicht, so werden viele Entwickler den Weg des geringsten Widerstandes gehen und eher monolithische und geschlossene Systeme bauen, die das gestellte Problem zwar ebenfalls lösen, der Komponenten-basierten Lösung aber aus dem Sichtwinkel der Wiederverwendbarkeit und der Anpassung an geänderte Rahmenbedingungen klar unterlegen sind.
Mobiles Lernen Online
XML-basierte Bereitstellung von Online-Lehrmaterial für die Nutzung in mobilen Umgebungen.
Zbozhna Olga, Hochschule Bremen, D-28199 Bremen
Abstract:
Im Rahmen des Forschungsprojekts „Development of Online Courses for Internet Technologies“ an der Hochschule Bremen wurde eine Cocoon-basierte Plattform entwickelt, die ein effektives Multi-Channel-Publishing der Lerninhalte darstellt.
Mit dem Projekt wird u.a. der Ausbau der Lehrveranstaltung Internet-Technologien, die im IFI-Studiengang der Hochschule Bremen angeboten wird, zu einem multimedial aufbereiteten Online Curriculum angestrebt, das auch den internationalen Partnerhochschulen angeboten wird. Die Erstellung und Aufbereitung des Lehrmaterials erfolgt dabei unter Nutzung von XML-Technologien und E-Learning-Standards.
Die Cocoon-basierte Lösung wurde auf Basis der Autorenwerkzeuge, die im Rahmen des Projekts entstanden sind, realisiert. Kern dieser Werkzeugsammlung ist eine XML-basierte Sprache, die die Beschreibung modularer wiederverwendbarer Learning Objects unabhängig von der späteren Präsentationsform gestattet. Für die dynamische Seitengenerierung werden Application-Server-Technologien (Tomcat, Cocoon) eingesetzt. XML Publishing Framework Apache Cocoon ermöglicht eine serverseitige komplexe Verarbeitung XML-basierter Dokumente sowie automatisierte Generierung finaler Dokumente in unterschiedlichen Formaten. Damit die Ausgabe in einem von Endgerät und Browser unterstützten Format erfolgt, wird das Endgerät, das Daten anfordert, identifiziert und ihm das passende Dokument generiert.
Die Arbeit hat die Notwendigkeit und Sinnfälligkeit des XML-basierten Ansatzes für die Beschreibung von wiederverwendbarem E-Learning Content eindrucksvoll bestätigt. Die Integration Cocoon-ähnlicher Technologien (serverseitige komplexe XML-Verarbeitung) in konventionelle LMS erscheint zunehmend notwendig und ist Gegenstand weiterführender Arbeiten an der HS Bremen.
Abstract:
Die FHTW Berlin ist seit Anfang der 90 er Jahre mit eLearning befasst. Neben Infrastrukturmaßnahmen und Contententwicklung wurden Softwarelösungen in der Studienverwaltung realisiert. Ein strategisches eLearning-Konzept steht allerdings noch aus. Die FHTW konnte im Programm ‚eLearning-Dienste für die Wissenschaft’ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung das Projekt PALOMITA platzieren, mit dem bis Mitte 2008 ein eLearning-Konzept entwickelt und umgesetzt wird.
Im Fokus der eLearning-Strategie stehen die Nutzergruppen und deren Akzeptanz gegenüber IT-basierten Verfahren. Hochschullehrende befürchten zusätzliche Arbeitsbelastung. Auch ist der Nutzen von eLearning für die Präsenzlehre nicht unmittelbar einsichtig. In der Studienverwaltung wird die Umstellung auf online-basierte Verfahren mit der Einführung von Bachelor- und Masterabschlüssen gekoppelt. Vorbehalte bestehen jedoch, wenn z.B. Bearbeitung individuelle Belange einem standardisierten Verfahren weichen muß. Bei den Studierenden ist die höchste Akzeptanz zu erwarten, da diese Gruppe bereits über eine hohe Medienkompetenz verfügt.
Für die Umsetzung wurde ein 3 Phasen-Modell entwickelt. Phase I beinhaltet Ziele auf der Ebene der Studienorganisation, für die die Prozessabläufe beschrieben und technische Lösungen bereits realisiert sind. Phase II strebt einen Durchdringungsgrad von 80% an. Hier sind Ziele angesprochen, die eine gewisse Freiwilligkeit voraussetzen, wie die Bereitstellung von Lehrmaterialien über die Lernplattform eCampus. Phase III beschreibt einen Durchdringungsgrad von 20%. Hierzu zählt die multimediale Aufbereitung von Lehrmaterialien, die nur für einzelne Angebotssegmente (Internationale Studienangebote, Fernstudium, Weiterbildung) realisiert wird.
Die technische Realisierung erfolgt über ein personalisiertes Dienstleistungsportal. Dem Hochschulmanagement wird die Einführung einer Balanced Score Card für eLearning vorgeschlagen.
Last Update: 06.09.06, B. Lüthi